Dienstag, 23. Mai 2017

How to survive Oberstufe/Abitur

Hallo Leute!
Nachdem ich im März mein Abitur zum Glück erfolgreich hinter mir gelassen habe, dachte ich es wird Zeit mal einen Post mit ein paar Tipps darüber zu schreiben. 
Denn ehrlich gesagt hätte ich so einen während meiner Abiturphase dringend gebraucht. 
Vor 5 Monaten habe ich mir nämlich folgende Frage gestellt: "Wie zur Hölle besteht man nur dieses Abitur?". Dass ich mittlerweile eine Antwort darauf habe, ist noch viel verrückter.
Aber ganz von Anfang an.

*Ich beziehe mich in diesem Post auf meine Erfahrung, je nach Bundesland und Schulsystem kann die Situation bei euch ganz anders sein*

Die Oberstufe.
In meinem Bundesland dauert die Oberstufe 2,5 Jahre, weshalb das erste Halbjahr zur Orientierung ist und nicht in das Abitur selbst zählt. Das war sehr hilfreich, da man sich so  gut an das neue Kurssystem und die Leistungskurse gewöhnen konnte. Dabei waren die Leistungskurse zwar zeitintensiver und forderten mehr, im Gegenzug waren die Grundkurse aber auch eindeutig entspannter. 
Bei der Kurswahl ist es ganz gut, wenn ihr die LK-Kurse danach wählt, was euch Spaß macht und wofür ihr euch begeistern könnt. Wenn ihr dann zufällig auch noch richtig gut in dem Fach seid, ist das der Jackpot. Lästige Nebenfächer kann man zum Glück meistens abwählen.
Insgesamt empfand ich die Oberstufe als eine sehr coole Zeit, da man mehr Freiheiten hatte, neue Leute traf und in den Freistunden immer sehr viel Spaß hatte.
Natürlich gab es auch negative Seiten, wie zum Beispiel den ewigen Nachmittagsunterricht oder die Klausurenphase, in der alle kurz vorm Verzweifeln waren. Aber letztendlich war man von Freunden umgeben, und das machte die ganze Situation wieder erträglich.

Das 13. Jahr.
Mit der 13. Klasse wurde dann plötzlich alles ernster. Zuvor konnte man einfach in der Masse mitschwimmen, nun war das Vorabi zu bewältigen, also die ersten Klausuren unter Abitur-Bedingungen. Also wurde viel wiederholt, Zusammenfassung geschrieben und geübt. Ehrlich gesagt war das gerade am Anfang richtig mühselig, es fühlte sich an wie ein riesiger Berg, den man erklimmen musste. Aber zum Glück packt einen die Motivation meistens kurz vorher noch.
Mit dem Vorabi wurde einem dann zum Glück auch die Angst vor dem 4 Stunden langen Abitur genommen. Denn auch wenn sich die Zeit ewig anhört, ist es eindeutig machbar.

Die Wochen vor dem Abitur.
Nachdem das Vorabi und die anderen Grundkurs-Klausuren um waren, wurde es etwas ruhiger. In den Leistungskursen wurde zwar fleißig weitergeübt, dafür wurde in den Grundkursen viel geredet, entspannt und Filme geschaut. 
In dieser Zeit habe ich mir auch mal etwas Auszeit genommen und die Weihnachtszeit mit meiner Familie genossen.
Angefangen mit dem Lernen habe ich erst kurz vor Neujahr und somit 2 Wochen vor meiner ersten und 4 Wochen vor meiner letzten Abiturprüfung.
Ich habe meistens 4-6 Stunden gelernt, aber hab immer zwischen meinen 3 LK-Fächern gewechselt, je nachdem auf was ich Lust hatte. Natürlich habe ich mir auch mal Auszeiten genommen und Serien geschaut, ich bin ja kein Roboter.
Verständlicherweise kann ich hier nur für mich sprechen, aber mir hat die Zeit vollkommen gereicht und ich habe mich auch sicher und vorbereitet gefühlt. Außerdem wollte ich gerade beim Abitur kein Last-Minute-Lernstress.
Natürlich liegt es in eurem Ermessen wie viel Zeit ihr für das Abitur investieren und welches Ergebnis ihr damit anstreben wollt. Jeder lernt anders und vielleicht reicht euch sogar nur 1 Woche und ihr habt super Ergebnisse (gab es bei uns auch). 
Also lasst euch nicht verrückt machen, wenn ihr nicht schon ein halbes Jahr vorher mit Wiederholen anfangt (das gab es bei uns ernsthaft auch), viele Wege führen ans Ziel und man muss ja nicht unbedingt den Anstrengendsten nehmen.
Insgesamt ist es wichtig, dass ihr euch treu bleibt und euch nicht von anderen negativ beeinflussen und stressen lasst!



Was ist im Abitur anders?
Euer Sitzplatz wird gelost, das Papier auf dem ihr schreibt, ist anders als gewohnt. Wir mussten auf die Lehrertoilette gehen anstatt auf die Schülertoilette. Jeder hatte Unmengen an Proviant dabei, es aber kaum angerührt. Und der Themenumfang ist eben größer.
Ansonsten war alles wie bei jeder normalen Klausur, nur eben formeller. Macht euch also keine Sorgen, denn am Ende habe ich mir nur gewundert, warum alle so viel Trubel um das Abitur machen. 
Wenn man es will und ein bisschen Zeit investiert, ist es eindeutig machbar! Auch wenn man es nicht merkt, wird man in den Jahren der Oberstufe doch darauf vorbereitet.
Denn wenn ich etwas in dieser Zeit gelernt habe, dann ist es dass man an seinen Aufgaben wächst.

An alle Mathe-Opfer <3
Zuletzt will ich noch ein paar Worte an die Mitleidensgenossen des Mathe-LKs richten. All die Jahre wurde ich immer bemitleidet und komisch angeschaut, weil ich als Mädchen Mathe als Leistungskurs gewählt hatte. Letztendlich war es gar nicht so schlimm wie alle immer gesagt haben. Bleibt einfach dran, das ist schon die halbe Miete!
Im Bezug auf das Abitur hat es mir unheimlich geholfen, an meinen Schwachpunkten zu arbeiten. 
Anstatt Themen/Aufgabentypen die man nicht versteht zu mieden, habe ich mich endlich dazu aufgerafft diese systematisch zu üben und irgendwann zumindest das Prinzip zu verstehen. Außerdem habe ich einfach bayrische Abituraufgaben aus der Vergangenheit gerechnet, ich sag euch, danach seid ihr mit allen Wassern gewaschen. 




Tipps und Tricks.
Zum Thema Lerntipps habe ich schon mal einen Post verfasst, aber hier will ich mal die Tipps nennen, die ich am meisten in der Oberstufe genutzt habe.

Zusammenfassungen
Ich tippe Zusammenfassungen immer auf den Computer ab und lerne dabei schon mit. Außerdem ist das oftmals viel übersichtlicher als meine Aufschriften. 
Der größte Vorteil dabei ist, dass ihr für das Abitur keine neuen Zusammenfassungen braucht, sondern die alten wiederverwenden könnt, hat mir viel Zeit gespart.

Alte Klausuren/Aufgaben aus dem Internet.
Sind die besten Übungen und immer hilfreich, denn manche Lehrer machen sich nicht die Mühe neue zu konzipieren!

Karteikarten.
Gerade für Lernfächer wie Geschichte oder Biologie superpraktisch! Hier könnt ihr alle Fakten und Schaubilder kompakt unterbringen und sie schnell lernen. 

Wikipedia
Ist gar nicht so schlecht wie die Lehrer behaupten, man findet alles!

Filme/Videos. 
Was man nicht stumpf auswendig lernen will, versteht man oft besser in Filmen zum Thema oder Lernvideos, in welchen das Thema erklärt wird. The Simple Club hat ja mittlerweile zu fast jedem Fach und Themengebiet ein Video.

Forest.
Eine super süße App, in der man "virtuelle" Bäume pflanzt während man lernt und deshalb die App nicht verlassen darf. Hat mir total dabei geholfen, mich auf das Lernen zu fokussieren und nicht alle 20min Instagram und Co. abzuchecken. Wenn man genug "virtuelle" Bäume gepflanzt hat, kann man mit den Punkten sogar eine richtigen Baum pflanzen! Richtig coole Aktion!

Lerngruppen.
Bei manchen Fächern sind Lerngruppen sehr hilfreich, da man voneinander lernen kann. Gerade das Erklären hilft einem das Wissen zu festigen und herauszufinden, was man noch lernen muss.
Ganz wichtig ist hier aber mit Freunden zu lernen, die einen nicht verrückt machen! Ich hatte einmal eine Mathe-Lerngruppe, die hauptsächlich so dermaßen abstrus-schwierige Aufgaben behandelt hat, dass ich mich danach noch unsicherer gefühlt habe, als vorher.

Nehmt euch Auszeiten.
Gerade in stressigen Zeiten, ist es wichtig einen kühlen Kopf zu behalten. Daher macht es mehr Sinn, mal einen Abend wegzugehen oder die Lieblingsserie zu schauen anstatt sich weiter über den Büchern zu quälen. Ihr werdet sehen, dass ihr danach viel frischer und motivierter ans Lernen geht.

Abitur-Übungsbücher.
Natürlich gibt es auf dem Markt Übungsbücher für das Abitur wie Fische im Meer. Meine Empfehlungen seht ihr in diesem Bild. Generell sind die Bücher vom Stark-Verlag sehr zu empfehlen, die bekommt man gerade von alten Jahrgängen im Internet relativ billig.




So ich hoffe, dass mein Post euch wenigstens etwas die Angst vorm Abitur genommen hat oder ihr von einigen Lerntipps profitieren konntet.

Wie waren eure Erfahrungen?

Alles Liebe, 
Elena


 

Freitag, 19. Mai 2017

The night of all nights: Abiball

Hallo ihr Lieben!
Da ich ja im März das Abitur gemacht und somit nun die Schule hinter mir gelassen habe, wollte ich nun einen Post zu dem Abend schreiben, dem ich schon seit Anfang der Oberstufe entgegenfieberte: dem Abiball!
Der Abend sollte natürlich perfekt werden, denn macht ja nicht jeden Tag Abitur. 

Das Kleid.
Nachdem ich alle Abiturprüfungen geschrieben hatte, nutzte ich die letzten freien Tage um mich nach einem Kleid umzuschauen. Ich hatte mir im Vorfeld keine genauen Vorstellungen gemacht, damit ich offener an die Sache rangehen konnte. Doch eins war klar: das Kleid sollte lang sein.
Fündig wurde ich dann in Frankfurt bei Zeilo Fashion, schon das zweite Kleid, dass ich anprobierte war mein Traumkleid. 
Ein bodenlanger Traum in bordeaux mit Off-Shoulder Spitzenoberteil, das Kleid passte wie angegossen, nur an der Länge musste noch etwas gekürzt werden.



Preparations.
Um dann doch etwas entspannter in den Tag zu starten, hatte ich zum ersten Mal einen Termin bei MAC für mein Make-up. Mir wurde dann innerhalb kürzester Zeit ein atemberaubender Look geschminkt, der auch meinen Vorstellungen entsprach. Dabei wurde mir auch immer der nächste Schritt erklärt und ich wurde in die Auswahl der Produkte einbezogen.
Danach ging es noch schnell zum Frisör und schon war es soweit. Der Abend konnte losgehen. 

Clutch - Asos
Der Ball.
Der Abend war wirklich wunderschön, alle Freunde so schick zusehen und den Abschluss der Schulzeit ordentlich zu feiern. Wir haben getanzt bis die Schuhsohlen qualmten und am Fotostand einige Quatschbilder geschossen. 
Nach dem offiziellen Teil haben wir dann die Pumps durch Sneakers ausgetauscht und sind noch etwas feiern gegangen.
Insgesamt war der Abend wirklich unvergesslich und hat meine Erwartungen um einiges übertroffen - das lag aber vor allem auch an den tollen Menschen mit denen ich den Abend verbracht habe.


Interessiert euch ein Post über die Abiturphase mit Tipps & Tricks?


Alles Liebe, 

Elena

Freitag, 12. Mai 2017

{USA/Canada-Trip 2016} Part 4 - New York, New York!

Hey Zusammen!
Im letzten Teil meines USA/Canada-Traveldiary geht es um New York, hier verbachten wir nämlich die letzten 5 Tage unserer Reise.
Gewohnt haben wir in einem Airbnb-Apartment in Astoria in Queens, also nicht direkt in Manhattan, aber mit dem Metro-Netz dauerte es nur einige Minuten, um in die Stadt zu kommen.
Falls ihr eine Woche oder weniger bleibt, solltet ihr die Wochenkarte für die Metro kaufen, die 35 Dollar lohnen sich eindeutig, da man mit der Metro überall und schnell und rund um die Uhr hinkommt.




 Der Times-Sqaure. Das Erste, was ich von New York gesehen habe. Und es hat mich total  
 umgehauen. 
 Früher wunderte ich mich, was die Leute an New York so besonders fanden. Was kann  
 schon an einer Stadt voller hoher Gebäude so toll sein?  
 Ich hatte mich so getäuscht, in den kommenden Tagen habe ich mich dermaßen in New 
 York verknallt.






Ein Ort, der mich auch sehr fasziniert hat, war der Central Park. Er scheint wie ein Zufluchtsort zu sein, Auszeit von der lauten Stadt. Einfach rein ins grün und den Großstadtlärm für kurze Zeit vergessen. Auch wenn die Stadt durch ihre Gebäude immer noch allgegenwärtig ist, vergisst man für kurze Zeit wo man eigentlich ist.
Egal ob man an einem spontanen Rave (ja, das hab ich tatsächlich gesehen!) teilnimmt oder sich entspannt und die Sonne genießt.

Da ich die Serie Gossip Girl unglaublich geliebt habe, musste ich natürlich die Bethesda Terasse im Central Park sehen. Hier haben Chuck und Blair im Staffelfinale der 6. Staffel geheiratet. Leider ist dort natürlich auch eine öffentliche Toilette, das hat dann die Atmosphäre etwas zerstört. Aber an sich ist der Platz mit dem Brunnen wirklich schön.


 Falls ihr generell daran interessiert seid Gossip Girl Drehorte anzuschauen, kann ich euch diese Google Karte empfehlen. Es gibt auch extra Bustours, aber die sind mit ca. 40$ etwas teuer. Daher kann man sich das Geld auch sparen und spontan entscheiden ob man z.B. auf dem Weg zum Empire State Building noch bei der Grand Central Station vorbeischaut.

Dann haben wir natürlich auch ein Museum besucht. Und zwar das Museum of Modern Arts (kurz MoMA). Hier gab es auf den verschiedenen Etagen viele interessante Ausstellungen, die meisten sind nach Jahrzehnten geordnet. 
Leider waren sämtliche Ausstellungsräume, wie das in Nordamerika im Sommer üblich ist, so dermaßen runtergekühlt, dass ich praktisch durch die Ausstellungsräume gerannt bin. Jacke also nicht vergessen! (Auch wenn die bei meinem Sommerkleid nichts mehr genutzt hat - zu meiner Verteidigung: Draußen hatte es 30 Grad).
 Zum Glück gab es im Garten auch einige Kunstwerke zu bewundern und sogar einen musikalischen Live-Act!





Ein weiterer Tipp meinerseits ist es, kurz vor Sonnenuntergang mit der kostenlosen (!) Fähre nach Staten Island und wieder zurück zu fahren. Hier hat man vom Wasser aus eine wunderbare Aussicht auf die Freiheitsstatur und auf Downtown Manhattan mit all seinen Wolkenkratzern, vor allem während des Sonnenuntergangs ist der Ausblick einfach magisch.





Falls ihr Zeit und Lust habt, die Stadt zu Fuß zu erkunden, kann ich euch die Route 5th Avenue/Central Park zum Union Square empfehlen. 
Hier kommt ihr an vielen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei und die Strecke ist auch gut zu schaffen.
Hier seht ihr als erstes die Upper East Side mit all den noblen Stadthäusern, dann sämtliche Edelläden, die Grand Central Station, das Rockerfeller Center, St. Patrick's Cathedral, das Empire State Building, den Madison Square Garden, das Flat Iron Building und zuletzt den Union Square Park.
Hier ein paar Impressionen von unserer Tour:








Am Unionsquare gibt es auch viele Essensmöglichkeiten, gerade wenn ihr das typische Diner Essen (Pommes & Burger/Sandwich) in Amerika satt habt. Hier gibt es nämlich einen Vapiano (mein Herz für italienisches Essen war selten so froh) und Whole Foods (leckeres Buffet mit ganz vielen gesunden Sachen).
Wenn wir schon dabei sind, vom Bistro-Bereich des Whole Foods hat man eine wunderschöne Aussicht über den Union Square Park und das beleuchtete Empire State Building. 


New York bei Nacht. Einfach unbeschreiblich, es ist wirklich die Stadt, die niemals schläft. Vor allem den Times Square muss man einmal bei Nacht erlebt haben.






Am Tag vor unserem Abflug besuchten wir dann noch das 9/11 Memorial. 
Die Aufarbeitung vor Ort ist wirklich sehr gut gelungen, es gibt einige generelle Informationen und Ausstellungsstücke auf der Grundfläche auf der die Türme standen. Aber unter einem der Pools gibt es einen eigenen Raum in dem die Ereignisse chronologisch mit sehr vielen Ausstellungsstücken, Ton- und Videodateien dokumentiert sind. Hier ist auch aus guten Grund fotografieren verboten, die Stimmung war sehr bedrückend und man war den Tränen sehr nahe.







Ich hoffe, ihr habt durch meinen Post einen kleinen Einruck von New York erhalten. Natürlich gibt es noch so viele Sachen, die ich mir noch ansehen oder machen wollte. Zum Beispiel auf einen der Wolkenkratzer hochfahren oder Ellis Island besuchen und die Freiheitsstatur aus nächster Nähe sehen. Aber leider reicht die Zeit dafür nicht immer, aber so hat man ja immer einen Grund wiederzukommen!

Seid ihr schon in New York gewesen? 
Für welche Stadt schlägt euer Herz? 

Alles Liebe,
Elena